Erlebnisbericht: Über Treffen "HAIR-Das Musical"
Bericht von:
Treffen "HAIR-Das Musical"
Ort:
Admiralspalast, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin, Deutschland
Termin:
Sonntag 07.02.2010 20:00h
Dahin zu gehen war verkehrt.
Es war das viele Geld nicht wert!
Hier fehlt mir wirklich jeder Rat,
das Stück war langweilig und fad.
Leider konnt` man sich nur laben,
an den gespielten drei Zugaben.
Die haben`s vorher nicht gerafft
und sangen ohne jede Kraft.
Warum versuchten sie zu singen?
Es wollte ihnen nicht gelingen.
Die Tänzer waren besser schon.
Sie nahmen den Applaus zum Lohn.
Am Schärfsten war ja jener Akt,
als plötzlich waren alle nackt.
Ein weißer Männerpo schockierte,
der Gisela und mich blockierte.
Andreas fing schon an zu brüllen:
“Wann fallen bei den Frau`n die Hüllen?!”
Sie präsentierten sich im Mini
und manche zeigten auch Bikini.
Dass alle trugen lange Strähnen,
das muss ich hier wohl nicht erwähnen.
Ich weiß,das Ganze klingt sehr hart,
doch hätt`ich`s gerne mir erspart!
Es war `ne kraftlose Erscheinung.
Jedoch ist das nur MEINE Meinung!
Geschrieben von
Josephine-Victoria
07.02.2010 23:12h
| 93 x gelesen
Themen: —
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Vielleicht war die Kälte in Berlin der Grund, weshalb “Hair” etwas Anlaufzeit brauchte, um die Gemüter der Zuschauer zu erwärmen. Die richtige “Love and Peace-Stimmung” brach erst am Schluß des Stücks richtig durch.
Es war die Zeit des Vietnamkrieges, von Jimmy Hendix, Joan Baez, “Apocalypse Now” und “Good Morning Vietnam”. Die Zeit, in der die Stones “Sympathy for the Devil” spielten. Ich selbst erinnere mich daran, wie in meiner Stammkneipe 2 GI’s ausflippten, als sie den Einsatzbefehl nach Vietnam erhielten. In Deutschland die Zeit der großen Koalition, der APO und Rudi Dutschkes, AFN und RIAS.
Eine wunderbare Zeit zum Erinnern, die Zeit von Sex, Drugs und Rock’n Roll, Aufbruchsgefühlen, der Glaube daß das Gute die Realiät besiegen und ersetzen könnte. Kollektive Gutgläubigkeit als Lebensgefühl. Wie gut, daß damals wie heute niemand die Zukunft kennt.
Auch gut, daß ich den Film irgend wann schon mal gesehen hatte. Zum Inhalt:
“Der Film erzählt die Geschichte von Claude Hooper Bukowski, einem jungen Mann aus dem ländlichen Oklahoma, der Ende der 1960er Jahre in den Vietnamkrieg ziehen soll …”
http://de.wikipedia.org/wiki/Hair
Hier: Hair – Aquarius
http://www.youtube.com/watch?v=EhbxI5eVnM4
http://www.youtube.com/watch?v=et8X-v_Q41g
Hätte man mir gesagt, daß “unten” noch freie Plätze waren, hätte ich nicht die teuren obrigen Plätze bezahlen müssen.
Euch allen Love and Peace und warmes Frühjahr …
Sra. Fontane, Du hast ja so recht,
die Tänzer waren gar nicht so schlecht.
Leider brachten sie den Saal nicht zum Toben,
oder sollten wir etwa die Boxershorts loben?
(Schlabbriger Sitz und in hellblau!
beim Anblick wurde mir ganz flau…)
Auch männliche Nacktheit an falschen Stellen,
ließen Puls und Atmung nach unten schnellen.
Die Zugaben zum Schluß, ja die hatten die Klasse!
Erwartet hatten wir sie in Masse…
So besonders waren die Tänzer auch nicht, nur gut im Vergleich zu den Stimmen. Irgendwie kam es mir vor wie Amateurtheater zu Profipreisen. Der beginn des zweiten Aktes war total verhauen und ziemlich albern. Die Stimmung der alten Zeit kam nicht wirklich rüber. Schade. Aber war einen Versuch wert.
Hair im Sommer in der Waldbühne mit den richtigen Utensilien und Profis,das wär nicht verkehrt.