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Treffen: Philosophische Diskussionsrunde

Geschrieben von User15 Rolandffm 16.01.2017 23:19h (geändert: 22.02.2017 13:11h) | 323 x gelesen

Datum: Samstag 01.04.2017 um 16:55h
Ort: Club Voltaire, 5 Kleine Hochstraße, 60313 Frankfurt am Main, Deutschland » Stadtplan

In dieser ersten Sitzung unserer philosophischen Diskussionsrunde wollen wir uns mit aktuellen Problemen des Sprachgebrauchs in der Gesellschaft befassen, wobei unser besonderes Augenmerk den sozialen Medien im postfaktischen Zeitalter gelten soll. Stichpunkt ist hier natürlich der in jüngster Zeit geprägte Begriff der Echokammer bzw. Filterblase, den wir in einem erweiterten, klassisch geprägten linguistischen, kommunikationstheoretischen und sozialwissenschaftlichen Kontext erörtern wollen.

Diese Veranstaltung ist als Propädeutikum der dankenswerterweise von Astrid (Sundaygirl) ins Leben gerufene Veranstaltung „Rolands Welt“ am 1. April 2017 zu verstehen. Eingeladen ist grundsätzlich jede/jeder, die/der an den genannten Themen interessiert ist und den Willen mitbringt, sich auf einen tieferen, möglicherweise auch anstrengenden Austausch einzulassen. Insofern die TeilnehmerInnen Spaß an der Diskussion finden sollten, besteht die Möglichkeit, diese Runde zu einer regelmäßigen Einrichtung zu machen, im Rahmen derer künftig auch andere Themen besprochen werden könnten.

Am heutigen Abend wollen wir folgende Themen diskutieren:

(1) Sapir-Whorf-Hypothese (http://bit.ly/2jBQEtb): Inwieweit schlagen sich die unterschiedlichen sprachlichen Hintergründe der Mitglieder eines sozialen Netzwerks in einer abweichenden Wahrnehmung der Diskursbereiche dar, die Gegenstand der kommunikativen Interaktion sind? Inwiefern bergen derlei Differenzen betreffend die individuellen Wahrnehmungstiefen die Gefahr kommunikativer Krisensituationen?

(2) Inwieweit kann uns die Theorie der Sprachbarrieren (siehe etwa http://bit.ly/2j0ZT5x) dabei helfen, die Möglichkeiten und Grenzen einer gelungenen Kommunikation in sozialen Netzwerken mit heterogenem Mitgliederkreis besser zu verstehen?

(3) Distinktion (frei nach Pierre Bourdieu: http://bit.ly/2izq81P): Wie sehen spezifische sprachliche Distinktionsstrategien in sozialen Netzwerken aus? Ergibt sich eine solche Distinktion nur per Gebrauch von Hochsprache (weit gefasster Wortschatz etc.) oder auch per bewussten Gebrauch einer als „locker“ empfundenen Umgangssprache (Verwendung von Anglizismen etc.)? Welche impliziten Strategien der Gruppenbildung bzw. des Ausschlusses werden hiermit möglicherweise verfolgt?

(4) Sind diese Phänomene alleine in sozialen Netzwerken zu beobachten oder gibt es Berührungspunkte auch zu klassischen Interaktionskontexten? Welche gesellschaftlichen Gegebenheiten sind beispielsweise dafür verantwortlich, dass sich bestimmte Mitglieder unseres Kulturkreises in christlichen Gottesdiensten kritiklos inhaltsleeren bzw. unverstandenen, teils gar lateinischen Sermonen aussetzen, zugleich aber idiosynkratisch reagieren, wenn sie in ihrer alltäglichen sprachlichen Kommunikation mit inhaltlich oder kommunkationskontextuell gerechtfertigter Hochsprache in Berührung kommen?

(5) Zu guter Letzt: Ergeben sich auf der Grundlage einer solchen detaillierten Analyse neue Einsichten, die es uns erlauben, besser zu verstehen, wie es in sozialen Netzwerken zur Bildung von ausgeprägten Echokammern bzw. Filterblasen kommen kann? Inwieweit unterscheiden sich die neuen Netzwerktechnologien diesbezüglich von den klassischen Medien bzw. Kommunikationsplattformen?

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Zugesagt (1):

  • User90 rolandffm

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10 Kommentare

  • User35
    Fungypsy, Montag 16.01.2017 23:36h

    ich wundere mich sehr, wer da mitreden koennte – holy cow !!!!

    • User15
      Rolandffm, Montag 16.01.2017 23:38h

      Genau um die zuletzt genannte geht es hier ;-)

  • User35
    Fungypsy, Montag 16.01.2017 23:48h

    die holy cow???

    • User15
      Rolandffm, Dienstag 17.01.2017 01:04h

      Im Prinzip ja!

      Soll aber ohnehin eher ein Happening bzw. in gewisser Hinsicht ein ethnomethodologisches Krisenexperiment sein … .

  • User35
    Silkehe, Dienstag 17.01.2017 09:14h

    Lieber Roland, hier eine Deiner “Echokammern”, spontan und krisenphänomenologisch motiviert … Du weißt, dass Du mich mit Deinen Fragen nicht schrecken kannst, deswegen werde ich auch nicht zu dem Treffen kommen oder mich weiterhin in den Diskurs bzw. Disput einbringen. In gewisser Hinsicht sind Deine Fragen nämlich – im Hinblick auf ihre alltagspragmatische Relevanz – sogar selbstredend bzw. selbsterklärend – wie Du mit Sicherheit selbst am besten weißt. Darum geht es hier aber auch gar nicht. Unsere theoretisch relevante Bezugsgröße hier ist nämlich eine Wandergruppe und nicht etwa ein Soziologenkongress zu aktuellen aus anthropologischer, evolutions- und kommunikationstheoretischer Sicht mit Sicherheit wichtigen und spannenden Frage- und Problemstellungen. Und wie hätte wohl Wittgenstein dazu gesagt: Aus diesem einfachen Grund gestaltet sich die Sachlage so eindeutig wie eine Ohrfeige. Entweder man integriert sich über Sprache oder man isoliert sich über sie. Je mehr Leute sich über sie integrieren, desto vielfältiger, bunter, spannender und harmonischer gestaltet sich allerdings eine Wandergruppe. In diesem Sinne, um an dieser Stelle mal ein zwar inhaltlich gerechtfertigtes, aber stilistisch selbstverständlich vollkommen ungerechtfertigtes und danebenes Idiom der niederen Alltagssprache zu verwenden: Hau rein!!! Liebe Grüße, Silke

    • User15
      Rolandffm, Dienstag 17.01.2017 17:29h

      Liebe Silke, ganz herzlichen Dank für diese vortreffliche Replik! Also lag ich ja ganz richtig mit meiner Vermutung: Wenigstens auf Dich kann ich zählen – nur weiter so! Ich hoffe, Du haust soziologisch mindestns genau so rein – ich freue mich bereits auf Dein Opus Magnum!

      In diesem Sinne – und bewahre Deine ausgeprägte Ironiefähigkeit! – viele Grüße Roland

  • User35
    Sundaygirl, Dienstag 17.01.2017 19:58h

    Leider bereits verplant.

  • User35
    Silkehe, Dienstag 17.01.2017 20:32h

    Das mache ich doch gerne :-)))). Du bitte auch !!!

    • User15
      Rolandffm, Mittwoch 18.01.2017 00:08h

      Im Ernst – und ausnahmsweise einmal wirklich ironiefrei: Schick’ mir bitte einen Link auf Dein Werk, falls bereits bzw. sobald fertig :-)))

  • User35
    Rolandffm, Mittwoch 18.01.2017 00:05h

    Habe das Treffen auf einen vermutlich angemessseneren Termin verschoben … .

  • User35
    Ekirluw, Donnerstag 26.01.2017 01:18h

    Wozu hab ich mein Jodeldiplom gemacht?: variatio dilectat! Mich zumindest. Weiter so, Groopies, ihr seid großartig!! :-)))

    • User15
      Ekirluw, Donnerstag 26.01.2017 01:20h

      delectat. Wenn schon, denn schon.

      • User15
        Rolandffm, Donnerstag 26.01.2017 02:00h

        Tja: Heißt es nun Dilettant(in) oder Deletant(in), das ist hier die Frage! Jedoch läuft dies wohl letztlich auf dasselbe heraus … .

        Positiv gewendet: Hoffen wir einfach einmal – und hoffentlich nicht “in vain”! – , dass wenigstens eine weitere Person in der Gruppe anwesend ist, die hier mit ihrem Latein nicht am Ende ist … .

        • User15
          Sundaygirl, Donnerstag 26.01.2017 23:54h

          Roland: dies Gruppe ist keine Plattform für deine Beleidigungen. Das ist weder komisch, interessant noch intelligent. Auch wenn ich weiß, dass du diesen Kommentar nur als weitere Bestätigung deines Egos werten wirst, möchte ich hier festhalten, dass ich dein Verhalten nicht billige. Dieses Recht nehme ich mir heraus, weil ich als Gründerin der Gruppe “komm mit uns” ein paar Wertvorstellungen und damit auch Regeln vorgebe. Solltest du mit ein paar Regeln im Umgang mit dieser Gruppe nicht zurecht kommen, steht es dir jederzeit frei die Gruppe zu verlassen und eine Eigene zu gründen. Ich bin weiterhin gerne bereit dir alles telefonisch zu erklären.

          • User15
            Rolandffm, Freitag 27.01.2017 00:52h

            Vergiss’ diesen spezifischen Kommentar – in diesem Fall ist mir tatsächlich ein (Lese-)Fehler unterlaufen, weswegen ich hier nicht so antwortete, wie es Ulrikes – ja sehr nettem! – Kommentar angemessen gewesen wäre. Dies hätte nicht passieren sollen – doch erklärt sich dies mindestens partiell mit der bisherigen Rezeptionsgecschichte dieses Treffens bzw. der hochneurotischen Reaktion einiger weniger Gruppenmitglieder, an der Du, liebe Astrid, wahrlich nicht unschuldig bist.

            Womit ich also sagen will: Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen! Wenn ich hier nun anfänge, Dein egomanisches Verhalten, das Du hier nicht erst seit Neuestem an den Tag legst, zu sezieren, so würde ich vermutlich nicht vor vier Uhr in der Früh’ fertig. Hier ein Treffen “Rolands Welt” einzustellen, war – gelinde gesagt – eine Unverschämtheit (… womit Du mich allsrdings nicht treffen kannst!). Und es ist ja nur der letzte Baustein in einer langen Reihe weiterer kleinerer und größerer Fouls Deinerseits, die nicht gerade von Demokratieverständnis bzw. wenigstens Fingerspitzengefühl zeugen. Und mit dieser Meinung stehe ich in dieser schönen Gruppe wahrlich nicht alleine da. Würde ich nun anfangen, hier die Einzelfälle aufzuzählen, könntest Du den Laden womöglich dicht machen.

            Nochmals sorry an Ulrike, die nun einen Wassereimer abbekommen hat, der eigentlich für andere Missetäter bestimmt war. Jedoch erklärt die Vorgeschichte zumindest halbwegs, wie es soweit kommen konnte.

            • User15
              Klaum, Freitag 27.01.2017 07:19h

              @ Roland. Ich finde jetzt reicht es und ich stehe voll hinter Astrid. Dies ist wirklich keine Plattform für so einen Quatsch den niemand braucht.

              • User15
                Rolandffm, Montag 30.01.2017 01:37h

                Steh’ hinter wem Du willst; ich ziehe daraus meine Schlüsse. Dieser “Quatsch” – wie Du es so schön nennst – hat durchaus noch andere Urheber. Meine Mitschuld besteht jedoch zugegebenermaßen darin, dass ich mich in das hier leider nicht nur gelegebtlich anzutreffende niveaulose Gezicke und Gekeife habe hineinziehen lassen. Männer, die auf Ziegen starren … .

                Aber die “Sozialen” Netzwerke sind ja ein Spiegel unserer Gesellschaft, und warum sollte es dann bei “komm mit uns” anders aussehen als gesamtgesellschaftlich? Die unerträgliche Seichtigkeit des Seins, verbrämt mit Bachkantaten und Rockmusik in der Kirche. Schade … .

                • User15
                  Klaum, Montag 30.01.2017 18:24h

                  Thema verfehlt!

                  Eine Entschuldigung an Astrid wäre hier angebracht gewesen. Du bist hier Gast in der Gruppe “Komm mit uns” und so zieht man nicht über seinen Gastgeber her. Dies zeugt von einen schlechten Benehmen. Entweder man hält sich an den Vorgaben oder man ist hier fehl am Platz.

  • User35
    Wanderfull, Sonntag 05.03.2017 18:58h

    Toller Aprilschärz!

  • User35
    Wanderfull, Dienstag 07.03.2017 14:15h

    Scherz

  • User35
    Thomas-Aus-F, Montag 20.03.2017 12:13h

    Hilfe, meine Filterblase funktioniert nicht ordnungsgemäß!

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