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21 MAI

Meeting: Dörfer um den Nuthegraben

Posted by Deleted_user15 Stomer (deleted) 05/20/2016 01:15AM (modified: 05/20/2016 07:39PM) | 60 x read

Date: Saturday, 05/21/2016 at 08:10AM

Die frühe Hinfahrt ist notwendig, da ab 07:45 Schienenersatzverkehr zwischen Köpenick und Ostkreuz ist

Hinfahrt

08:19 01 S-Südkreuz 08:35 01 S-Lichtenrade

Radausflug

Etwa 60 km auf Radwegen, Wirtschaftswegen, Plattenwegen und strassenbegleitenden Radwegen

Karte des Radausfluges

Dörfer, Gutshäuser und Kirchen rund um den Nuthegraben

11 Seiten, davon 9 Seiten Detailkarte 1:25000. Erstellt mit bikemap.net und übertragen auf outdooractive.com

Es geht durch einige kulturhistorisch interessante Dörfer im Umkreis des Nuthegrabens.

Vom S-Bahnhof Lichtenrade geht es zunächst durch die Dörfer Birkholz und Kleinbeeren. In Kleinbeeren hat die sehenswerte Feldsteinkirche überlebt. Das Gutshaus aus der Renaissance ist leider nur noch als Ruine erhalten.

Im benachbarten Großbeeren lebte der tolle Geist von Beeren, dessen Geist zum Widerspruch Theodor Fontane im Band Spreeland, Kapitel 20 überlieferte. Sehenswert ist die Dorfkirche nach einem Entwurf von Schinkel, mehrere Denkmäler zur Erinnerung an die Schlacht und der Denkmalpfad Rieselfeld Großbeeren den wir bei diesem Radausflug nicht besuchen.

In Großbeeren treffen wir auf den Nuthegraben, der uns nach Genshagen bringt, wo Budenqualm lebte und auch begraben ist. Sehenswert ist die Gutsanlage mit Schloss und Park.

Das ist das Schloss von der Parkseite gesehen. Es wird heute von einer deutsch französischen Stiftung genutzt. Im Schlosspark sind einige bemerkenswerte Bäume zu erleben, eine schöne Silberpappel und mehrere große Eichen. Genshagen ist heute ein Dorf für die Reiter. Mit Pferden und hoffentlich mit Fohlen ist zu rechnen.

Schräg gegenüber des Schlosses Genshagen ist der Friedhof mit dem Grabmal von Budenqualm, dem großen Landrat, dem vor allem die Berliner Stadteile südlich der Stadtautobahn viel zu verdanken haben.

Entlang der Pferdekoppeln führt eine Strasse über den Berliner Ring nach Löwenbruch. Genshagen hat Fontane ausgelassen, aber Löwenbruch hat er besucht. Sehenswert ist die Dorfkirche und wenn die Restaurierung zu einem Wohnhaus abgeschlossen ist, auch das Gutshaus mit dem dahinterliegenden Gutspark.

Vom Dorfanger führt ein Weg zum Nuthegraben. Wenn der Besitzer seinen Viehbestand nicht verändert hat, sollte auf der Weide eine Herde Gallowayrinder stehen.

Wir folgen dem Nuthegraben bis Wietstock, wenn der Weg am Nuthegraben noch gut befahrbar ist, auch bis Märkisch Wilmersdorf.

Sehenswert ist die Dorfkirche, die Gutsgebäude und das Herrenhaus im Stil der Tudorgotik.

Die Ahornallee, die uns nach Märkisch Wilmersdorf bringt, ist eines der wenigen Überreste des Wirkens des bedeutenden Dendrologen Friedrich von Schwerin, der in dem früher sehr ausgedehnten Gutspark vor allem Bäume der Gattung Ahorn anpflanzte. Leider haben die meisten Ahornbäume die Meloration nicht überlebt, nur wenige herausragende Bäume sind im Gutspark Märkisch Wilmersdorf noch erhalten. Wahrscheinlich werden wir den Gutspark auch nicht betreten können. Der gegenwärtige Besitzer, einer der bekanntesten Galeristen Deutschlands versucht ihn wiederherstellen.

Wir folgen dem Wietstocker Weg nach Wietstock und können vielleicht noch einen Blick auf die Kastanienallee im Park geniessen.

Wiestock und das benachbarter Großschulzendorf mit seinem Dorfanger sind wirklich schöne Dörfer.

Nach Jühnsdorf radeln wir entweder auf der Landstrasse oder quer durch die Felder mit einem kleinen bewaldeten Hügel.

Jühnsdorf besitzt eine schöne Feldsteinkirche und einige andere Feldsteinbauten wie die Alte Schäferei. Das Guthaus war eines der ersten Guthäuser, das nach 1990 wieder restauriert wurde. Es wird als Mehrfamilienhaus genutzt. Das Bild ist übrigens von Lienard Schulz , der viele exzellente Artikel in wikipedia über Berlin und das Umland verfasste.

Unser nächstes Ziel Diedersdorf muss man nicht vorstellen. Nicht alle Gutshäuser kann man als Wohnhaus nutzen. Eigentlich ein hübscher Bau mit einem herrlichen blick auf die Nuthewiesen. Wenn die Dorfkirche offen sein sollte, gehen wir hinein. Ein Gemälde von Abraham Bloemart mit dem Thema wie in der Gemäldegalerie Berlin sollte man sich nicht entgegen lassen. Gemälde von Abraham Bloemart sieht man normalerweise in den führenden Gemäldegalerien der Welt 2012 war ihm eine Ausstellung in Schwerin gewidmet. Abraham Bloemart hat die Hauptmeister der Utrechter Carravagisten ausgebildet. Einer seiner Schüler, nicht Gherardo della Notte, sondern sein Bruder Wilhelm von Honthorst war Hofmaler in Berlin. Über ihn ist es wahrscheinlich nach Brandenburg gekommen.

Zurück nach Lichtenrade geht es entweder auf dem Radweg an der Birkholzer Strasse oder durch das benachbarte Wäldchen am Mahlower Seegraben entlang. Wenn wir still sind, können wir um den Weg herum zahlreiche Singvögel hören. Angrenzend an das Wäldchen liegt übrigens der Fruchtsafthersteller Dohm und Thimm, flankiert von den Feldern des Spargelgutes Diedersdorf.

Ergänzung

Die Landschaft um den Nuthegraben und den Rangsdorfer See bei Jühnsdorf ist natürlich ein ideales Storchenland. Jede Dorf hat mindestens einen Storchenhorst

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Attending (2)

  • User90 radlerbln
  • Deleted_user90 stomer

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1 review

  • Die Dörfer dieses Radausfluges kenne ich seit Jahren. Viele Bauerngehö... » More
    Stomer (deleted), Tuesday, 05/24/2016 10:47PM | 9 Pictures