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Über unsere Gruppe

Vorab in Kürze (Februar 2013, Ergänzungen 22.12.2014, 16.03.2017, 05.10.2017 – s. Zitat):

Was ist Pixpressionismus? Eine Kurzfassung:

Pixpressionismus ist eine Bewegung in der Kunst, die offen im kritischen Verhältnis zur absurden Welt mit ihren Pressionen steht, in einer Zeit, von der an die Pixel mächtig wurden.

Noch kürzer: Pixpressionismus ist Expressionismus in einer Zeit, von der an die Pixel mächtig wurden. Sein Kern ist Expressionismus der Gegenwart.

Die Gruppe Pixpressionismus soll ein Kristallisationspunkt sein.

Vor kurzem erwarb ich auf dem Flohmarkt das Taschenbuch „DuMont’s kleines Lexikon des Expressionismus“ von Joseph-Émile Muller, DuMont Buchverlag Köln, 6. Auflage 1993, aus dem ich zitieren möchte (Seite 7), denn es ist sehr zutreffend, bestätigt den hier bisher beschriebenen expressionistischen bzw. pixpressionistischen Ansatz:

„…Wie Seismographen registrierten sie die Erschütterungen, die dem Menschen in der heutigen Wirklichkeit widerfahren können, die Unzufriedenheit und die Krisen, die dadurch bei ihm ausgelöst werden.

Während andere moderne Künstler eine eher optimistische Auffassung vom Leben wiedergeben, sind jene, die in diesem Buch auftreten, von den Leiden der heutigen Menschheit stärker berührt als von deren Errungenschaften. Immer wieder erinnern sie uns daran, daß es Dinge gibt, die uns bedrohen, die uns quälen können. Wir leben in einer Welt, die uns oft in die Auseinandersetzung mit Situationen zwingt, die erzürnen, erschüttern, niederschmettern oder Empörung herausfordern. Es ist daher natürlich, daß der Expressionismus vielfältige Gestalt angenommen und sich zu einer Hauptrichtung der modernen Kunst entwickelt hat. …

Zwar zeigt er nicht immer das gleiche Gesicht, die gleiche Intensität, aber stets opfert er die normale Erscheinung der Dinge dem Bemühen um expressive Darstellung einer inneren Wirklichkeit, die sich in der Seele oder im Geist entfaltet hat.“

Pixpressionismus

Nach Impressionismus, Surrealismus, Expressionismus, … eröffnet die heutige Zeit neue künstlerische Ansätze, die wir mit Pixpressionismus beschreiben möchten:

Wir leben in einer Zeit der Pixel und Pressionen.

Zunehmend bessere digitale Technik mit der ins Unendliche wachsenden Zahl an Pixeln schafft eine ins unermessliche gehende Zahl von Bildern. Die Welt schafft sich Bilder und Bilder bewegen die Welt.

Je mehr Menschen aktiven Zugang zur Welt der Bilder haben, um so größere Chancen ergeben sich für sie, künstlerisch produktiv zu werden.

Die Voraussetzungen sind auf Grund der Ausstattung mit entsprechender Technik enorm. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte hierzu folgende Zahlen: 2011 haben in Deutschland 71,7 % der Haushalte eine Digitalkamera, 2004 waren es nur 19,4 %. Hinzu kommen Handys (oft mit Kamerafunktion, tendenziell starker Anstieg), die 2011 90,00 % der Haushalte haben. So die Zahlen zum Ausstattungsgrad. Hinsichtlich des Ausstattungsbestandes haben je 100 Haushalte im Jahr 2004 21,3 Digitalkameras, 2011 100,6. Bei den Handys kletterte diese Zahl von 114,7 auf 165,7.

Fix können so unzählige Pixel in die Speicher gepresst, beliebig viele Bilder geschaffen und gelöscht werden. Wie der Maler an der Staffelei eine Wahl trifft über Farben, Striche, Punkte auf der Leinwand, so trifft heute der Fotograf beim Fotografieren sowie danach eine Auswahl unter den Bildern, die seiner künstlerischen Intention entsprechen. Darüber hinaus kann er sie am Computer bearbeiten.

Andererseits verraten Zählpixel die Daten der Nutzer, die Menschen der Erde erfahren tägliche Gewalt durch globale Mächte, Kriege, Märkte, Geld. Selbst der Faktor Zeit wirkt zunehmend wie eine Pression. Pressionen überall. Markant hier das Jahr 2003 mit dem Krieg im Irak, sich fortsetzend bis heute in Syrien, weiter im Irak, in der Ukraine ….

Das künstlerisch aufzuarbeiten, ist die spannende Herausforderung. Entscheidend dabei ist nicht das Werkzeug oder die Form. Pinsel und Palette, Bücher und Theaterstücke tun es auch. Hier werden ebenso Bilder geschaffen.

Jedes künstlerische Ergebnis ist umgeben oder gar durchwoben vom Geist des Pixpressionismus. Es ist Pflicht und Aufgabe des heutigen Künstlers, diesen Geist in sein Schaffen eintreten zu lassen.

So sehen wir uns als teilhabende Pixpressionisten, die mit (digitaler) Kamera oder anderem Werkzeug spontan und zauberhaft aus der unendlichen, absurden Welt und den unzähligen Formen schöpfen, dem Abbild beseelt einen Geist entlockend, unseren kritischen Geist.

Vielleicht gelingt es auf diesem Weg, dem Begriff des Pixpressionismus einen ganz besonderen Inhalt zu geben. Der Kontext allgemeiner die Menschen unmittelbar berührender Entwicklungen in der heutigen Zeit und der (digitalen) künstlerischen Möglichkeiten in Ausdruck und Verbreitung versprechen Einiges.

Gleichgesinnte, die sich mit eigenen Beiträgen so unserer Ausstellungsplanung mit dem Ansatz „Pixpressionismus“ anschließen wollen, sind herzlich eingeladen. Wir sehen den Pixpressionismus vor allem programmatisch, wissend, dass er verschiedene Themen berührt, Themen, die zur ersten Ausstellung und weiteren Ausstellungen führen werden.

So einigten wir uns bei Kuchenkaiser, Am Oranienplatz 11 – 13, 10999 Berlin Kreuzberg am Dienstag, den 18.06.2013. Wir treffen uns regelmäßig und werden uns weiter bevorzugt bei Kuchenkaiser treffen, voraussichtlich wieder einen Dienstag ab etwa 15.30 Uhr oder später, eventuell auch in der Galerie B1, Belziger Str. 1, 10823 Berlin Schöneberg. Interessierte sind herzlich eingeladen und können sich hier melden. Spätestens dann wird auch ein genauer Termin mit genauem Ort öffentlich gemacht.

Mit herzlichen Grüßen Carsten Klemenz (Mitglied auch der Kunstgruppe Achat), Silke Graetschel und fotooptikus Thomas Keller

Berlin im Februar 2013

Carsten-Klemenz hat 3 Treffen organisiert3
User65
Carsten-Klemenz Organisator

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13.07.2015 Treffen "Treffen Gruppe Pixpressionismus" 2 Teilnehmer, 2 Bilder
09.07.2014 Treffen "Treffen "Mystisches Berlin"" 2 Teilnehmer, 0 Bilder

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