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Meeting review: Über Treffen "Eifelsteig von Widdau bis Dedenborn"

Posted by User15 Josche 07/10/2016 10:13AM | 28 x read

About: Meeting "Eifelsteig von Widdau bis Dedenborn"
Place: Widdau, Kapelle, Veilchenstraße , 52156 Monschau, Deutschland
Date: Saturday, 07/09/2016 10:00AM

2 Attendees
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Der Tag begann gut: Beim Rausschnuppern aus dem Schlafzimmerfenster war kein kühler Morgenduft, sondern schon angewärmter Sommerduft zu verspüren. Und die Wetterfrau verkündete, es würde bis 27 Grad warm, kein Niederschlag. Nach Frühstück und Morgenrunde im Garten, fuhr ich um kurz vor 9.30 Uhr von Zuhause ab und kaum auf der Autobahn kommt eine SMS, es hätte jemand angerufen. Also (verbotener Weise) Abhören und dann sofort zurückrufen (nur ganz kurz und bündig!), denn Marlies war schon am Waldfriedhof und wunderte sich, dass ich oder andere noch nicht dort waren.

Der Morgen begann doch nicht so gut: Gestern hatte ich noch die nächste Tour, Hollerath, beim Wanderschuh eingetragen und von da mitgenommen: 10 Uhr Waldfriedhof. Aber heute stand im Plan: 9.30 Uhr. Uiii, na, das hieß dann mal das Wägelchen zum „fliegenden Teppich“ machen und nur linke Spur – und es lief äußerst freudig mit gut 160 kmh dahin und kein BMW oder Audi wollte mir die Stoßstange küssen. Hei, macht schon Spaß!

Dennoch leicht zerknirscht und gehetzt die Ankunft am Waldfriedhof; Vera noch die Info gesimst, es würde 20 Minuten später; dann wieder „Abflug“. Der wurde aber an der Kuppe der „Himmelsleiter“ durch langsam fahrende Lkw wieder zum „Lahme-Enten-Flug“. Dennoch kamen Marlies und ich nur die angekündigten 20 Minuten zu spät.

Und, hoppla, da saßen zwei statt nur einer neuen Mitwanderin auf der Parkplatzbank, die gerade ein wonnige Sonnenbank war und das Warten auf den zeitlich falsch verorteten Wanderscout hoffentlich erträglich machte. So vervollständigten heute Silvia und Ines das (von mir zu führende) Wanderkleeblatt und nach Ausrüstung der Füße und Aufpuckeln der Rucksäcke ging es direkt hinab zur Rur, teils an der Straße vorbei, teils über den Waldpfad in der straßenumkurvten „Waldnase“ von Widdau. Und es war schon ganz ordentlicher Verkehr an Pkw und Zweirädern unterwegs, wie uns auch noch eine ganze Weile das Dröhnen der „Bikes“ aus dem Rurtal bestätigte.

An der Brücke das erste Zeichen des „Eifelsteigs“, dem wir bis zum westlichen Dedenborn nun folgten. Wir überquerten die Brücke des Belgenbaches, der dahinter rauschend in die Rur springt. Doch auch hier ist Verkehr angesagt: Ein Radfahrer kam von hinten heran und wir lassen ihn durch; später trafen wir ihn wieder am Wegesrand wartend und sahen seine(?) Frau ihr Rad den steilen Weg hinunter führend; es sind keine Räder für die hiesigen Waldwege, da muss man schon mal das Rad an der Hand führen.

Durch den Wald ging es nun in Etappen stetig aufwärts; hier sammelten wir die ersten Höhenmeter fleißig ein und kamen auf „Betriebstemperatur“. Munteren und schnellen Schrittes erreichten wir die Felsen der „Stolzenley“, früher „Uhusley“; schöne Blicke ins Tal gibt der Wald frei und neben Normalbänken gibt es auch die Wanderliegen – eine ist schon von einem Einzelwanderer belegt. Zuvor war uns schon ein „Wanderknappe“ begegnet, der neben schlanken Wanderstab, auch einen hohen Rucksack (nicht aus üblichem Kunsttextil, sondern aus robustem Grünstoff) wohl länger auf dem „Eifelsteig“ unterwegs ist.

Dann trafen wir auf die Straße zwischen Eicherscheid und Hammer, folgten ihr ein paar Meter aufwärts und schwenkten dann auf einen schmalen Pfad ein, der uns wieder hinauf und weiter hinauf und nochmals nur hinauf führte – abgesehen von einem kurzen, fast ebenem „Erholungsstück“. Nach einer kurzen, sonnenüberfluteten Lichtung, wurde ein Abstecher nach rechts zum ersten Höhepunkt des Tages gemacht: Das „Weiße Kreuz“.

Mit schönem Blick auf das Örtchen Widdau und das weitere Rurtal in Richtung Rohren und Monschau. Und einer weiteren „Sonnenbank“ an der ich zur Trinkrast aufrief – mein Schweißtuch kam in Aktion – puh, war beim Vorwandern im Frühjahr nicht so anstrengend! Von einem Abzippen der Hosenbeine sah ich ab, da der weitere Weg mit hohem Gras und dornigen Ranken aufwartete.

Nach kurzer Trinkpause und Sonnentanken ging es nun die ganze gewonnene Höhe wieder hinab bis zum Friedhof am Ostende von Hammer; schon ein stetig steil abwärts führender Weg. Unterwegs hatte sich ein großer Baum über den Weg gelegt und obwohl hier der „Eifelsteig“ verläuft, war er noch nicht entfernt. Viele Wanderer hatten bereits eine Alternative ausgetreten.

Am Ortsausgang von Hammer einmal links die Straße entlang und bald wieder rechts ein Zacken gemacht und wir waren fort vom Verkehr. Vorbei am Campingplatz „Am Felshang“ ging es der Rurbrücke zu, die direkt zum nächsten Campingplatz führt; die dortige Gastronomie soll gut sein. Wir folgten einem Hohlweg, an dessen Böschungen zwei Schilder darauf hinweisen, dass hier auch „Mäusecamping“ stattfindet – zur Zeit waren aber keine Gäste für uns zu erblicken.

Am Ende des Hohlwegs öffneten sich Wiesen und wir kamen zum Fuhrt über den „Riffelsbach“: Wer seinen Schuhen vertraute, ging über die Steine im Wasser; wer nicht, der ging über ein schmales Gitterrost an der Seite. Bald schwenkte der Weg wieder nach links und wir waren auf einem breiten Waldweg wieder im Rurtal unterwegs; einige muntere, kleine Quellbächlein kreuzten diesen Weg und strebten mit ihren Wasser der Rur entgegen. Wie schön für mich, auch hier auf der Etappe wieder zu hören, das es ein schöner Weg sei. Ja, abwechslungsreich, aussichtsreich, Auf und Ab, Waldschatten und Sonnenlicht. Nicht umsonst läuft hier der „Eifelsteig“.

Beim Eintreffen am westlichen Zipfel von Dedenborn, ging es nur ein paar Meter auf der Straße weiter, um dann scharf rechts und steil bergauf wieder den Ort zu verlassen. Einmal Zick und einmal Zack und verlief der Weg zwischen weitläufigen Wiesen bis zu einer Bank, die wieder eine sonnige war und einen weiträumigen Blick über Dedenborn im breiten Tal der Rur und die umliegenden Hügel bot. Ungefähr 45 % der Wanderstrecke lagen hinter uns; ideal für die Mittagsrast! Und die wurde dann mit, von mir selbst gebackenem, Mohn-Streusel-Kuchen abgeschlossen – womit ich wohl aller Genießenden Geschmack getroffen hatte.

Nach der Mittagsrast verließen wir den „Eifelsteig“ und schwenkten zudem auf ein noch unbekanntes Wegstück ein, auf dem ich ein Straßenstück und einen Höhenmeterverlust vermeiden wollte. Aufwärts ging es trotzdem. Das vorhin bei der Rast schon vernehmlich zu hörende Kuh-Gemuhe, klärte sich dann bald, als wir der Wiese näher kamen: Ein Kalb war ausgebüxt und kam nicht mehr zur Familie zurück. Es sprang vor uns aus dem Waldunterholz auf den Weg und lief vor uns her.

Mein erster Gedanke war, es auf die Wiese zurück zu treiben, dazu den Eingang des Zauns öffnen, den Elektrozaun ausschalten und auch beseitigen; wäre absolut möglich gewesen. Aber der „Boss der Wiese“ stand genau dort, wo Weidezaungerät und Zauneingang war. Er machte ein stolze Figur mit seinem ca. einer Tonne Lebendgewicht und ich, ähm, also, wollte ihm keinen Grund geben, seine Tonnage in Bewegung zu setzen, um sein Territorium oder seine Kuhschar zu verteidigen. Das Kalb lief vor uns munter den Weg weiter und seine Mutter, auf der anderen Seite des Zaun, muhend hinterher – auch ein kapitales Rindviech!

Um das Kalb nicht weiter vor uns davon laufen zu lassen und weiter von der Weide zu entfernen, schlug ich vor, schnell an ihm vorbei zu gehen. Aber da trollte es sich doch wieder in den Wald, den Rufen der Mutter entgegen, und wir konnten unseren Weg weiter fortsetzen.

Dies ist das Jahr der besonderen Tierbegegnungen: Schon mehrfach Rehwild gesehen, zweimal einen Eisvogel, ein Waschbärjunges am Hasselbachhanggraben und zuletzt, auf der Tour in Niederzissen, einen Storch im Flug über uns. Da sind die sonst so häufig zu sehenden Greifvögel schon Nebensache.

Nun begann ein langes Stück über einen gut geschotterten Forstweg; gut geschottert heißt, er war nicht knubblig, sondern recht eben planiert. Wir liefen, ohne viel Höhenunterschiede, im Waldgebiet des „Langscheid“, eines lang gezogenen Höhenrückens zwischen Rur- und Wüstebachtal. Zumeist war er sonnig und es war schon erholsam, als es später wieder in die schattigeren Stellen zum Talgrund des „Riffelsbach“ ging. Dort fanden wir wieder eine Rasthütte und zur Trinkpause schwenkte ich noch einmal die Kuchendose und fand Abnehmerinnen.

Die nächste Rast folge bald, als wir die Aussicht auf den Westteil von Hammer bekamen: die Holzhäuser, drei Stück an der Zahl fielen auf. Noch einmal der Hinweis wo wir vorhin waren, aber das „Weiße Kreuz“ war von hier aus nicht zu sehen. Dann ging es wieder durch die sonnigen Etappen zum „Holderknipp“ hinüber ins „Holderbachtal“. Gut eineinhalb Kilometer vor dem Ende der Tour, kündigte ich hier an, dass es nur noch einen „Sprung“ bis zum Ziel sei.

Und zügig ging es weiter. Vermutlich hatten wir hier wieder eine Etappe, die wir mit 4 kmh zurücklegten. Outdooractive hatte die Tour mit 5 Stunden, 40 Minuten eingeschätzt. Wir waren schon nach gut 4 ½ Stunden wieder am Ziel – und das ganz ohne den Einsatz (m)einer Reitpeitsche! Aber es gab auch nicht zu viele Pausen und eher kurze Trinkpausen. So standen wir plötzlich in Widdau am „Gasthof Küpper“, der uns auf die sonnige Terrasse lockte; doch es gab auch Schatten spendende Schirme. Dem Kaffee und dem erfrischenden Stachelbeer-Fladen mit Sahne wurde gut zugesprochen.

Das war jetzt mal eine ordentliche Sommerwanderung! Mit mit einigen Höhenmetern und Streckenmetern, munteren Gesprächen und viel zum Gucken, mit Sonne für die Vitamin D-Bildung ebenso satt und genug, wie Kuchen und Kaffee.

Der Tag endete wieder gut!

Frisch auf!

Josche :-)

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