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Discussion: Das innere Kind

Posted by User15 Jesuslopez 05/11/2017 08:30AM | 71 x read

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Hier der letzte Newsletter von Sabin und Hans Georg Leiendecker mit einem interessanten Beitrag:

“Das innere Kind” liegt uns in diesem Monat sehr am Herzen. Alles was wir erleben – das heißt Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben – gute wie auch weniger gute, bleiben in unserem Unterbewußtsein – abgespeichert . Vom Zeitpunkt unserer Zeugung bis zum jetzigen Moment. In der Folge haben – vor allem die Erlebnisse aus unserer Kindheit – unser gesamtes Verhalten, Reaktionen, Gedankenmuster (Glaubenssätze) und Ansichten geformt und hervorgebracht .

Wenn wir nicht mit ausreichend Liebe, Verständnis, Wahrheit und Halt groß geworden sind, sind wir zwar nach außen hin “erwachsen” geworden, aber in den kritschen Momenten des z.B. Versagens, bei Ängsten, des wertlos-fühlens, usw. sind wir noch immer das kleine Kind von damals, mit seinen negativen Erlebnissen, über das es nicht hinausgekommen ist. … welches aber “Strategien” entwickelt hat, um in diesen Situationen zu “überleben” oder keinen Schmerz mehr fühlen zu müssen. So kann man zB schon 70 Jahre sein, und sich noch immer durch andere Menschen unterdrückt fühlen, wenn man in der Kindheit Unterdrückung erlebt hatte – und diesen jetzt noch immer mit Zorn oder Abwehr begegnen, um sich Luft und Freiraum zu verschaffen.

Wir sprechen hier jetzt jene Situationen an, die uns mutlos gemacht haben, die uns klein fühlen ließen, die uns Angst bereiteten, die uns Verlust und Mangel vermittelt haben, Situationen für die wir Verantwortung übernommen haben, die ein Kind noch gar nicht tragen kann, oder Situationen die uns zutiefst schuldig fühlen ließen. Daraus formten sich Strategien, wie “hart-dran bleiben-zu-müssen”, um etwas zu erreichen, oder Strategien, um Liebe und Anerkennung zu bekommen bzw. um unser Selbstwertgefühl zu heben. Viele Formen gibt es davon, diese sind nur wenige daraus. An den meisten haftet Leid, Schmerz und Ablehnung für uns selbst.

Weiters entwickelten sich daraus “Glaubenssätze” (Ich bin wertlos, schaffe es nicht, alles ist aussichtslos, usw. …) und diese sind immer mit unangenehmen, destruktiven Gefühlen verbunden. Als Erwachsene möchten wir mit diesen Erlebnissen nichts mehr zu tun haben. Wir verdrängten sie oder weichen diesen Themen immer wieder aus, um den Schmerz nicht nochmals erleben zu müssen. Diese Glaubenssätze und Gefühle werden zu “Programmierungen” und erschaffen so unsere Wirklichkeit, so wie wir sie immer wieder auf’s Neue erleben.

Wir kreieren jeden Tag auf’s Neue unser Leben, wie in einem Film – es ist unser eigener Film ! Und wir glauben oftmals ohnmächtig, daß dieser Film auch weiterhin so sein muß. Anstatt daß wir diesen beginnen “neu zu schreiben”. Wenn wir zuerst “verstehen” woher unsere negativen “Programmierungen” kommen, so können wir im achtungsvollen Umgang mit uns selbst, diese – bewußt – verändern. Es ist jetzt die Zeit, daß wir ganz aus diesen alten Dingen aussteigen, und sie mit unserer Liebe heilen, um ein freudiges, freies und verantwortungsbewußtes Leben leben zu können.

Gerade in den ersten 6 Lebensjahren entstehen die stärksten Prägungen für unsere Kinder. Sie benötigen in dieser Zeit, daß wir als Eltern wahrhaftige Vorbilder sind: In dem wir Ihnen wahre Aufmerksamkeit schenken (und sie nicht nur nebenher betreuen), ihnen alle Liebe die uns möglich ist zu schenken, Verständnis für ihre kostbaren Entwicklungsschritte fühlen lassen, und daß sie in jedem Moment Schutz und Rückhalt von uns bekommen. Sie brauchen das gelebte Gefühl, “meine Eltern sind wirklich für mich da!” Das baut dem Kind Wurzeln, wo es in seiner inneren Gefühlswelt (und später auch in Gedanken) erleben darf, ich bin geliebt, ich bin getragen, es ist für mich immer gesorgt, ich brauche keine Angst zu haben, ich habe unendliche Freude mit meinem Leben, ich bin am richtigen Platz, alles ist gut mit mir. Dieses Gefühl ist es, daß uns auch fühlen läßt, wie sehr wir auch von Gott geliebt werden. Unsere Eltern sind die “Vertretung” Gottes auf Erden. Durch sie lernen wir all das Gute, daß auch Gott uns immer gibt.

Wenn wir verstehen, daß eine Veränderung im eigenen Leben, wie auch auf großer Gesellschafts-Ebene, immer nur durch uns selbst entstehen kann, d.h. daß die Veränderung wir selbst sind, so steht uns nichts mehr im Wege, um unsere Liebe vollkommen ins Leben zu rufen und frei zu sein. Da es diesen Rahmen sprengt um noch mehr zu schreiben haben wir für Sie im Anschluß eine wunderbare Buchempfehlung zu diesem so wichtigen Thema, begleitet mit praktischen Anwendungen, um dieses leicht verwirklichen zu können.

Wir hoffen, Ihnen damit einen Schritt weitergeholfen zu haben und wünschen Ihrem inneren Kind, die ganze Liebe, Zuneigung und Verständnis, welches es braucht, um vollkommen und in wahrer Freiheit leben zu können.

Sabine Maria und Hans Georg Leiendecker

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